Geschrieben am 14. Oktober 2011 von Redaktion abgelegt in der Kategorie Türkei,
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Türkei hat höhere Wachstumsraten als China

Die Türkei hat in den vergangenen Jahren nicht nur seine politische Macht in der Region ausgebaut, sondern ist auch in Punkto Wirtschaftswachstum auf der Höhe. 2011 übetraf die Türkei sogar China.

Boom am Bosporus: Die Türkei hat in den vergangenen Jahren nicht nur ihre Position als Regionalmacht gestärkt, sondern auch ihre Position als Wirtschaftsstandort ausgebaut. Im ersten Halbjahr 2011 übertraf das Wirtschaftswachstum in der Türkei sogar das von China. Deutsche Unternehmen wollen davon künftig stärker profitieren.

So wird Deutschlands größter Handelskonzern Metro bis Ende 2012 insgesamt 24 neue Märkte in der Türkei eröffnen. Das Düsseldorfer Unternehmen erwartet in der Türkei Wachstumsraten von 20 Prozent jährlich. Und Metro ist mit dem Engagement am Bosporus nicht allein. Der Düsseldorfer Energiekonzern E.on wählte die Türkei erst kürzlich als eine von drei Zielregionen aus, auf die er seine außereuropäischen Aktivitäten konzentrieren will.

Konkurrent RWE baut in Denizli in der Westtürkei bereits an einem 775-Megawatt-Gaskraftwerk. Aber auch der Autohersteller Daimler und Europas größter Hausgeräteproduzent Bosch Siemens Hausgeräte (BSH) planen weitere Millioneninvestitionen zum Ausbau ihrer Werke in der Türkei.

Lange Zeit galt die Türkei als kranker Mann am Bosporus, doch dass hat sich in den vergangenen Jahren drastisch geändert. Nun blickt das Land selbstbewusst in die Zukunft. Experten erwarten bis 2020 ein jährliches Wirtschaftswachstum zwischen 4,5 und 5,0 Prozent.

Starkes Bevölkerungswachstum in der Türkei

Beflügelt wird der Aufschwung nicht zuletzt vom starken Bevölkerungswachstum und von der jungen Bevölkerung. Das Durchschnittsalter in der Türkei liegt bei nur 28 Jahren. Zum Vergleich: In Deutschland liegt es bei rund 44 Jahren.

Leben heute rund 77 Millionen Einwohner in der Türkei. So soll ihre Zahl bis 2015 auf 80 Millionen steigen. Das sorgt für einen Bauboom und für Nachfrage. Allein der Strombedarf soll sich nach Expertenschätzungen in den nächsten 15 Jahren verdoppeln.

Einer der Gewinner des Booms ist der Düsseldorfer Handelskonzern Metro. Er steigerte seit 2007 seine Umsätze in der Türkei jährlich um knapp 20 Prozent und will auch künftig im gleichen Tempo wachsen. Allein in den nächsten drei Monaten sollen neun neue Märkte eröffnet werden. „Die Türkei zählt damit eindeutig zu den wichtigsten Wachstumsmärkten der Metro“, sagt Konzernvorstand Joel Saveuse.

Auch Daimler plant weitere Investitionen

Deutschlands größter Energieversorger E.on wählte die Türkei neben Brasilien und Indien als eine der Regionen aus, auf die er nach der Energiewende in Deutschland seine Expansionsbemühungen konzentrieren will. Konkurrent RWE ist sogar schon vor Ort. Konzernchef Jürgen Großmann legte im April in Denizli den Grundstein für ein 500 Millionen Euro teueres Gaskraftwerk, das Ende 2012 den Betrieb aufnehmen und rund 3,5 Millionen Haushalte mit Strom versorgen soll. „Für RWE ist das Projekt ein wichtiger Schritt in den türkischen Markt“, sagte der RWE-Chef bei dieser Gelegenheit.

Andere deutsche Konzerne wie Daimler oder Bosch Siemens Hausgeräte sind schon länger vor Ort mit Fabriken präsent und wollen diese nun weiter ausbauen. BSH fertigte in Cerkezköy allein 2010 rund vier Millionen großen Hausgeräte – Waschmaschinen, Kühl- und Gefriergeräte sowie Herde. Cerkezköy ist damit der größte Fertigungsstandort innerhalb des gesamten BSH-Verbunds. In den nächsten fünf Jahren will der Konzern noch einmal 300 Millionen Euro in der Türkei investieren.

Für Mercedes-Benz-Lkw ist die Türkei schon heute der drittgrößte Absatzmarkt nach Deutschland und Brasilien. In Aksaray baut der Konzern seit 25 Jahren Lastwagen für den osteuropäischen Raum. In den nächsten fünf Jahren will er weitere 130 Millionen Euro in den türkischen Fertigungsstandort investieren.

Konzernchef Dieter Zetsche sieht denn auch hervorragende Aussichten in dem Land am Bosporus. „Wir wollen unseren Absatz in den kommenden Jahren weiter deutlich steigern“, kündigte er im Sommer an.

6 Comments

  1. Ali

    14. Oktober 2011 @ 11:10

    So muss das sein ich liebe dich Türkei 🙂

  2. Lars

    21. Oktober 2011 @ 00:11

    Die Türkei wächst und gedeiht. Scheint mir das die Türkei wirklich sehr aufgeholt hat. Gerade in den letzten Jahren.

  3. Hamza

    21. Oktober 2011 @ 17:27

    Die Türkei wird auch weiterhin stark wachsen. Auch wenn das einige nicht sehen oder hören möchten….

  4. Chris

    22. Oktober 2011 @ 11:41

    Die Türkei hat mich schon immer begeistert. Jedes Jahr fahre ich sehr gerne in die TÜrkei und kann es jedem ans Herz legen.

  5. Ali

    23. Oktober 2011 @ 22:49

    Türkei isse geile Land. Mit Kopftuch un so und Journalisten umbringe. Isch libe Turkye!

  6. Yankie

    25. Oktober 2011 @ 10:13

    Ich war auch schon oft mit meiner Famlilie in der Türkei und wir freuen uns jedes Jahr immer wieder aufs neue in die Türkei zu kommen. Ich gönne es der Türkei.

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