Türkei packt den gefürchteten schwarzen Textmarker aus

Die türkisch Regierung plant offenbar ein vierstufiges Filtersystem, welches ab dem 22. August aktiv sein wird. Für Verwirrung bei den Internetnutzern sorgt die Vielfalt des Angebots. Die türkische Regierung stellt klar, dass man zwischen den Vier Filtersystem wählen könne, das Filtersystem, die Zensur, aber auch gänzlich abbestellen könne.

Widerstand aus dem Internet

Viele Organisationen und soziale Netzwerke wehren sich gegen die Zensurpläne der türkischen Regierung. Das Misstrauen zwischen den Bürgern und der Regierung wächst weiter. Grund sind die nur  spärlichen Informationen, die von der Regierung an die Bürger gelangten. Fast schon hilflos versucht die Regierung  das Vertrauen zu den Bürgern wieder aufzubauen. Schuld an den Plänen sei nicht die Regierung sondern die Service-Provider. Auch sollen mittels den Filtersystemen die pornographischen Inhalte im Internet bekämpft werden. Das erhoffte Vertrauen wurde so nicht wiederhergestellt; ganz im Gegenteil. Das Gerücht, die meistbesuchte Wörterbuch-Webseite “eksisözlük.com” soll von der Regierung gesperrt werden,  macht die Runde.

zensierte Wörter

Seit April sind nun Worte wie ”adult”, “escort”, “fetish”,  “hot” ,  ”gey” (schwul), “itiraf” (Geständnis), “ciplak” (nackt), “atesli” (heiß) oder auch “yasak” (verboten). Dass das Wort “yasak” (verboten) verboten wurde, klingt paradox.

EU bezieht keine klare Stellung

In der Vergangenheit wurde die türkische Regierung kritisiert, weil Google-Dienste und Youtube-Seiten gesperrt wurden. Nun gerät die Türkei wieder in die Negativschlagzeilen. Eine Sprecherin der EU-Kommision ließ folgendes verlauten: ”die Allgemeinen Blockaden von Inhalten des Internets müssen gezielt und angemessen sein”. Weiter heißt es ”Wir meinen, dass solche Kontrollen juristisch überprüfbar sein sollten”. Was mit dem letzten Satz genau gemeint ist, ist fraglich. Zumal bekannt wurde, dass Frankreich auf dem G8-Gipfel für Internetsperren werben will.

 

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