Türkei: Präsident Gül begrüßt Obamas Israel-Kritik

Der türkische Präsident Adullah Gül hat die Kritik an Israel durch US-Präsident Barack Obama begrüßt. In einem Interview mit dem „Wall Street Journal“ am Samstag nannte Gül Obamas Äußerung bezüglich einer palästinensischen Staatsgründung auf Basis der Grenzen von 1967 einen „sehr wichtigen Schritt“. Gleichzeitig betonte Gül, er habe die Hamas gedrängt, Israels Existenzrecht anzuerkennen.

Zwischen den USA und der Türkei war es in letzter Zeit wiederholt zu Unstimmigkeiten gekommen, da Ankara eine zunehmend aggressive Haltung gegenüber Israel eingenommen hatte. Die Türkei hatte Israel aufgefordert, die Blockade des Gaza-Streifens zu beenden und das Land des Völkermords beschuldigt. Zudem zeigte sich Gül erfreut über Obamas Zusage eines Schuldenerlasses und Hilfe für Ägypten und Tunesien nach den Revolutionen in beiden Ländern. Es sei jedoch ein weit umfangreicherer „Marshall-Plan“ für den Nahen Osten nötig, so Gül. Ein solcher Fonds solle von der Weltbank verwaltet werden und durch Beiträge der Staaten in der Region sowie der traditionellen westlichen Geberländer finanziert werden, so Güls Vorstellung.

2 Gedanken zu „Türkei: Präsident Gül begrüßt Obamas Israel-Kritik

  • 22. Mai 2011 um 21:09
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    Dankeschön für den Artikel
    Schaue ab jetzt hier häufiger Vorbei. Hoffentlich gibt es bald mehr über die Türkei zu berichten 🙂

    Grüße aus Bonn

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