Geschrieben am 11. September 2011 von Redaktion abgelegt in der Kategorie Türkei, USA,
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Türkei will eine US-Drohnen-Basis

Drohnen gelten als Wunderwaffen gegen Terroristen. Weil die USA ihre „Predator“ Ende des Jahres aus dem Irak abziehen, drängt die Türkei auf eine Stationierung auf ihrem Boden. Denn Ankara nutzt Bilder aus den unbemannten Flugzeugen schon jetzt im Kampf gegen die PKK.

Die Türkei hat die USA darum gebeten, eine Flotte von „Predator“-Drohnen auf ihrem Boden zu stationieren, um mit ihrer Hilfe Anti-Terror-Maßnahmen im Nordirak durchzuführen. Das berichtet die „Washington Post“. Dem Blatt zufolge prüft Washington die Anfrage derzeit.

Es geht dabei um jene Drohnen, die die USA schon seit 2007 auf Basen im Irak stationiert haben. Seit Jahren, so die „Washington Post“, teilen die USA die Aufklärungsbilder dieser unbemannten Flugkörper aus dem Nordirak bereits mit der Türkei. Ankara wiederum nutzt diese Aufnahmen, um Artillerie- und Luftangriffe auf Unterschlupfe der militanten PKK zu planen.

Weil jedoch Ende des Jahres die US-Truppen den Irak verlassen werden, hat die Türkei Washington nun darum ersucht, die „Predator“-Flotte auf der türkisch-amerikanischen Basis Incirlik in der Türkei zu stationieren, damit diese für die Türkei zentrale Kooperation ungehindert weitergehen kann.

Türkei will auch Drohnen kaufen

Wie die „Washington Post“ unter Berufung auf die von Wikileaks veröffentlichten US-Botschaftsdepeschen weiter berichtet, betreiben die Türkei und die USA eine gemeinsame Auswertstelle für die Drohnenbilder in Ankara. Mitunter würden die USA der Türkei auch bei der Auswahl von Zielen für ihre Militärschläge behilflich sein.

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