Geschrieben am 20. Oktober 2011 von Redaktion abgelegt in der Kategorie PKK - TAK, Terror, Türkei,
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Türkische Armee bombardiert kurdische Ziele im Nordirak

Der Kurdenkonflikt in der Türkei eskaliert: Kämpfer der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK haben gestern im Morgengrauen eine türkische Kaserne angegriffen, dabei wurden mindestens 26 Soldaten und Polizisten getötet. Wachleute erwiderten das Feuer, es kam zu einem halbstündigen Gefecht, bei dem zudem 22 Soldaten verwundet wurden.

Die Antwort Ankaras folgte prompt: Nachdem Staatspräsident Abdullah Gül eine „sehr starke Antwort“ angekündigt hatte, bombardierten türkische Kampfjets und Helikopter angebliche PKK-Einrichtungen im Norden des Irak. Die Luftwaffe flog unter anderem Angriffe in den Kandil-Bergen, die als Hauptrückzugsgebiet der Rebellen gelten. Laut Premier Recep Tayyip Erdogan überquerten auch Bodentruppen die Grenze zum Nordirak.

Nach Angaben von Sicherheitskräften tötete die türkische Armee am Beginn ihrer Großoffensive 15 kurdische Kämpfer im Südosten der Türkei nahe der irakischen Grenze.

Zuletzt war die türkische Armee im Februar 2008 mit mehreren tausend Soldaten im Nordirak einmarschiert. Ankara schätzt die Zahl der PKK-Rebellen, die sich im Nordirak verschanzt haben, auf 2000. Die PKK wird von der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Sie kämpft seit Anfang der 1980er Jahre für Unabhängigkeit oder größere Autonomie der Kurdengebiete in der Türkei.

Der ungewöhnlich blutige Angriff kurdischer Kämpfer hat in der Türkei großes Entsetzen ausgelöst. Die kurdisch-nationalistische Partei für Frieden und Demokratie (BDP), die mittlerweile mit 36 Abgeordneten im türkischen Parlament sitzt, verurteilte die Aktion mit ungewöhnlicher Schärfe: „Diese Angriffe brechen uns das Herz“, erklärte die Partei. „Wir sagen: Stopp! Es hat schon genug Tote gegeben.“

 

Volk ohne Staat

Die Kurden sind ein Volk ohne Staat. Ihr Siedlungsgebiet in Vorderasien ist mit 500.000 Quadratkilometern etwa so groß wie Frankreich. Es umfasst Teile der Türkei, des Iraks, des Irans und Syriens mit zusammen mehr als 25 Millionen Menschen.
Gut zwölf Millionen leben in der Türkei – im armen und rückständigen Osten und Südosten, aber auch in Istanbul, Ankara, Izmir und anderen Städten. Sie machen 20 Prozent der Gesamtbevölkerung aus.

In der Türkei kämpft die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) seit 1984 mit blutigen Angriffen und Bombenanschlägen für einen eigenen Staat oder zumindest für Autonomie. In dem Konflikt starben bisher 45.000 Menschen.

2 Comments

  1. Eso-Vergelter

    20. Oktober 2011 @ 11:45

    Die Türkei erlebt bald einen ähnlichen Zusammenbruch, wie die ehemalige UdSSR. Alle charakterlosen Türken werden zeugungsunfähig. Nur eine Minderheit wird überleben; nämlich die türkischen nicht-grünen Ökos. Und Kurdistan wird unabhängig.

  2. Kazim

    23. Oktober 2011 @ 05:31

    Hoffentlich kriegen sie alle. Dieses Pack hat es nicht anders verdient.

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