Geschrieben am 29. Juli 2012 von Redaktion abgelegt in der Kategorie Globale Nachrichten,
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Uganda – Tote durch Ebola-Ausbruch

In Uganda ist es zu einem Ausbruch des gefährlichen Ebola-Fiebers gekommen. Das bestätigte die Weltgesundheitsorganisation (WHO). 14 Menschen sind durch die Seuche bisher ums Leben gekommen.

In Uganda ist es zu einem Ausbruch der Ebola-Seuche gekommen. Das bestätigte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Samstagabend in Genf. Demnach seien 20 Menschen an der Seuche erkrankt, von denen 14 bereits gestorben seien.

Der Herd befinde sich in einer Ortschaft namens Kibaale rund 170 Kilometer westlich der Hauptstadt Kampala und nur 50 Kilometer von der Grenze zu Kongo entfernt.

Die Seuche hat ihren Namen nach dem Fluss, an dem sie 1976 zum ersten Mal identifiziert wurde: der Ebola-Fluss in Kongo. Das ugandische Gesundheitsministerium bestätigte am Wochenende, die Region um Kibaale stehe unter Quarantäne, um eine Verbreitung der Virus zu verhindern.

Für Uganda ist dies der vierte Ebola-Ausbruch in zwölf Jahren. Bei den Epidemien in 2000, 2007 und 2008 waren mehr als 200 Menschen gestorben.

Übertragung durch Körperflüssigkeiten

Wie sich die Menschen in Kibaale infiziert haben, ist derzeit noch unklar. Es scheint aber so zu sein, dass es sich bei den Kranken um Mitglieder einer Großfamilie handelt, die zusammen einem Begräbnis beigewohnt haben. Das Ebola-Virus überträgt sich durch Körperflüssigkeiten. Bei den letzten Ausbrüchen in Kongo-Brazzaville und Gabun hatte sich herausgestellt, dass die Infizierten zuvor das Fleisch von an Ebola erkrankten Affen gegessen hatten. Affenfleisch gilt in weiten Teilen Afrikas nach wie vor als Delikatesse.

Ebola ist die tödlichste Seuche der Welt. Zwischen 50 und 90 Prozent aller Infizierten sterben daran. Das Ebola-Virus gehört zur Familie der Filoviren. Diese können bei Menschen und anderen Primaten ein sogenanntes hämorrhagisches Fieber hervorrufen, das mit schweren inneren Blutungen einhergeht. Ein Gegenmittel existiert bislang nicht.

Die Wissenschaft unterscheidet fünf Spezies von Ebola-Viren, die nach den Orten ihrer Auftretens benannt wurden: Zaïre-Virus, Sudan-Virus, Côte d’Ivoire-Virus, Bundibugyo-Virus und das Reston-Virus. Letzteres stammt aus Südostasien und ist für Menschen nicht tödlich. Es ist bis heute nicht zweifelsfrei geklärt, welches Tier dem Virus als Wirt dient. Mutmaßlich aber handelt es sich dabei um Fledermäuse beziehungsweise Flughunde, in denen das Virus nachgewiesen wurde, ohne dass die Tiere daran gestorben wären. Die Infektion von Affen erfolgt gemäß dieser Theorie über den Verzehr von Früchten, die zuvor von Fledermäusen angefressen wurden.

Effektives Mittel in der Ebola-Behandlung

Ein neuer Wirkstoff kann bis zu zwei Tage nach einer Infektion mit dem Ebola-Virus die Krankheit verhindern. Das Virus löst bei Menschen und Primaten hohes Fieber und Blutungen aus und ist unbehandelt meist tödlich. Eine Forschergruppe aus Winnipeg in Kanada hat jetzt das Präparat mit dem Namen ZMAb im „Science Translational Medical Journal“ vorgestellt. In einer Testreihe mit vier Makaken-Primaten, die menschenähnliche Krankheitssymptome zeigten, wurden alle Versuchstiere geheilt. Die Behandlung begann 24 Stunden nach der Infektion. Es wurden im Verlauf drei Injektionen verabreicht. In einer weiteren Testreihe, bei der man die Behandlung erst 48 Stunden nach der Infektion begann, erholten sich nur zwei der vier Affen. Das neue Präparat ist eine Kombination aus drei unterschiedlichen monoklonalen Antikörpern. Diese setzen spezifisch an speziellen Oberflächenstrukturen des Virus an und machen dieses damit unschädlich.

 

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