Geschrieben am 2. März 2014 von Redaktion abgelegt in der Kategorie Russland, Ukraine,
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Ukraine fürchtet Krieg und bittet Nato um Beistand

Auf der ukrainischen Halbinsel Krim gibt es am Sonntagmorgen keinei Anzeichen für eine Entspannung der Lage. Russische Kräfte entwaffneten nach Angaben der Agentur Interfax einen Radar- und Trainingsstützpunkt der Marine. Die Ukraine hat die Nato um militärischen Beistand gebeten.

Die Ukraine fürchtet angesichts der faktischen Besetzung der Halbinsel Krim durch russische Kräfte einen Krieg mit seinem übermächtigen Nachbarland und hat deshalb die Nato um militärischen Beistand gebeten. In der schärfsten Konfrontation zwischen Russland und dem Westen seit Ende des kalten Krieges warf US-Präsident Barack Obama seinem Kollegen Wladimir Putin in einem 90-minütigen Telefonat die Verletzung der ukrainischen Souveränität und des Völkerrechts vor. Die USA forderten Russland zum Truppenabzug auf und sprachen sich für den sofortigen Einsatz internationaler Beobachter aus. Putin kündigte an, Russland werde seine Interessen im Osten der Ukraine und auf der Krim verteidigen. Das westliche Verteidigungsbündnis Nato wollte noch am Sonntag zu einer Sondersitzung zusammenkommen.

Die Ukraine hat ihre Streitkräfte in volle Kampfbereitschaft versetzen lassen und Russland davor gewarnt, mit einer Invasion einen Krieg auszulösen. Der ukrainische Übergangspräsident Alexander Turtschinow sagte nach einem dreistündigen Treffen mit hochrangigen Vertretern der Sicherheits- und Verteidigungsbehörden am Samstagabend in Kiew, es gebe keine Rechtfertigung für einen Akt der Aggression gegen die Ukraine. Ministerpräsident Arseni Jazenjuk erklärte, er habe mit seinem russischen Amtskollegen Dimitri Medwedew telefoniert und ihn aufgefordert, die russischen Soldaten auf der Krim in die Kasernen zurückzurufen. Zugleich habe er Gespräche über eine politische Lösung vorgeschlagen. „Eine militärische Intervention würde den Beginn eines Krieges markieren und das Ende jeglicher Beziehungen zwischen der Ukraine und Russland“, fügte Jazenjuk vor Journalisten warnend hinzu.

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