Verletzte in Libanon: Raketen treffen Beirut

Der Krieg tobt im Nachbarland Syrien – doch auch die Libanesen sind nicht vor dem Konflikt sicher. In der libanesischen Hauptstadt Beirut sind Bewohnern zufolge zwei Raketen in einem Schiiten-Viertel eingeschlagen. Fünf Menschen wurden den Angaben zufolge bei dem Angriff unweit der Hochburg der Hisbollah-Miliz im Süden Beiruts am Sonntag verletzt.

Die Verantwortung für den Vorfall übernahm zunächst niemand. Ein Vertreter der Sicherheitskräfte sagte der Nachrichtenagentur AFP zufolge, der Angriff stehe vermutlich in Verbindung mit dem Bürgerkrieg in Syrien. Demnach wurden die beiden Raketen von einem Berg 13 Kilometer südöstlich von Beirut abgefeuert. Die Armee sei auf dem Weg dorthin.

Eine der Raketen traf Bewohnern zufolge ein Wohngebäude. Das andere Geschoss schlug den Angaben nach 300 Meter weiter auf dem Gelände eines Autoverkäufers unweit einer vielbefahrenen Straßenkreuzung ein.

Nur wenige Stunden vor der Attacke hatte Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah Syriens Präsident Baschar al-Assad die uneingeschränkte Unterstützung der radikal-schiitischen Bewegung im Kampf gegen die Rebellen zugesichert.

Der Libanon gerät immer stärker in den Strudel des syrischen Bürgerkriegs, seitdem die Hisbollah offen in den Konflikt im Nachbarland eingegriffen hat. Hisbollah-Kämpfer unterstützen die Assad-Einheiten seit mehreren Tagen in dem Ort Kusair an der syrisch-libanesischen Grenze.

Zudem ist im nordlibanesischen Tripoli die Gewalt zwischen Sunniten und Alawiten aufgeflammt. Die beiden Bevölkerungsgruppen stehen auch im Zentrum des syrischen Bürgerkriegs. Während der Aufstand der Rebellen dort vorwiegend von Sunniten getragen wird, gehört Assad zur Minderheit der Alawiten, die aus den Schiiten hervorgegangen sind.

In der Hafenstadt Triploi ist es seit Beginn des Syrien-Konflikts vor mehr als zwei Jahren immer wieder zu Zusammenstößen gekommen, allerdings waren sie Anwohnern zufolge nie so heftig wie in den vergangenen Tagen. Es wird befürchtet, dass sich der syrische Bürgerkrieg immer mehr auf die Nachbarländer ausweitet und zu einem Flächenbrand in der Region entwickelt.

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