Geschrieben am 24. Februar 2011 von Redaktion abgelegt in der Kategorie International,
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Versteckter Alkohol: Muslim verklagt Coca-Cola

Ein Muslim hat das israelische Franchise-Unternehmen des Coca-Cola-Konzerns verklagt. Der Grund: Kürzlich hat eine Website bekannt gegeben, dass das Erfrischungsgetränk angeblich Alkohol enthält. Der Gläubige hat folglich jahrelang ohne sein Wissen Alkohol getrunken, obgleich seine Religion dies verbietet.

Erst kürzlich wurde das 125 Jahre lang gehütete Geheimnis um die Zutaten von Coca-Cola gelüftet. Die amerikanische Website „thisamericanlife.org“ hatte behauptet, in einem alten Zeitungsartikel die Rezeptur des beliebten Erfrischungsgetränks gefunden zu haben. Für einen Mann aus Israel hat die Bekanntgabe der Inhaltsstoffe drastische Konsequenzen. Da Coca-Cola der Website zufolge Alkohol enthält, hat der praktizierende Muslim jahrelang ohne sein Wissen gegen einen wichtigen Glaubensgrundsatz – den Verzicht auf Alkohol – verstoßen.

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Deshalb hat der Mann das israelische Franchise-Unternehmen des Coca-Cola-Konzerns nun wegen „psychischer Gewalt und Verletzung seines Rechts auf Entscheidungsfreiheit“ verklagt, wie die israelische Zeitung „Globes“ berichtet. Er fordert nun eine Entschädigung für jeden in Israel lebenden Muslim. Die Gesamtsumme der Klage beläuft sich nach Schätzungen der Zeitung auf umgerechnet 33 Millionen US-Dollar.

In der Klageschrift steht: „Hier handelt es sich um eine der größten Täuschungen in der Verbrauchergeschichte: Ein Unternehmen ignoriert die Zutat Alkohol, obwohl es weiß, dass die muslimische Welt auf Produkte wie dieses verzichtet“, wie die „Globes“ zitiert.

Die jahrelange Geheimniskrämerei um einige Inhaltsstoffe hat Coca-Cola zwar immer wieder in die Schlagzeilen gebracht – diesmal dürfte die Aufmerksamkeit dem Unternehmen aber weniger nützen als schaden.

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