Vier Palästinenser bei israelischen Angriffen getötet

Die israelische Luftwaffe hat offenbar erneut ein militärisches Ziel im Nachbarland Syrien angegriffen. Medienberichten zufolge sollten durch die Attacke auf einen Stützpunkt am Mittelmeer ein hochmodernes Flugabwehrsystem Syriens zerstört werden.

Als israelische Truppen östlich des Flüchtlingslagers Chan Junis in den Gaza-Streifen vorrückten, um einen Tunnel zu zerstören, brachen Kämpfe aus. Bei einem Luftangriff am Donnerstagabend starben drei Hamas-Mitglieder, bestätigten Ärzte am Freitag. Bei der Offensive sollte ein Tunnel im Süden des Gaza-Streifens zerstört werden.

Bei dem unterirdischen Weg handelte es sich offenbar auch um ein Waffenlager. Die Hamas hatte die 1,7 Kilometer lange Röhre nach Angaben der Armee in etwa 18 Metern Tiefe unter dem Grenzzaun hindurch bis nach Israel graben lassen, um Überraschungsanschläge zu verüben und Israelis zu entführen.

Kurze Zeit vor dem Angriff aus der Luft war bereits ein Hamas-Mitglied bei einem Gefecht mit israelischen Truppen getötet worden. Die Palästinenser gaben an, sie hätten das israelische Militär ausgekundschaftet, als sie unter Beschuss gerieten. Zwei weitere Hamas-Mitglieder wurden verletzt, eines schwer. Fünf Israelis wurden durch einen Sprengsatz verwundet.

Verschwörung um den Friedensprozess?

Bereits am Montag waren in Tulkarem, Nablus und Hebron nach palästinensischen Angaben 15 Hamas-Mitglieder festgenommen worden, darunter zwei Parlamentsabgeordnete. Die radikal-islamische Organisation verurteilte die Verhaftungswelle als „Verschwörung Israels, Washingtons und der Palästinensischen Autonomiebehörde“, die damit den Friedensprozess im Nahost-Konflikt absichern wollten.

Die militante Hamas hatte der Fatah-Partei von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas 2007 die Macht im Gaza-Streifen entrissen. Seitdem wird die Region immer wieder durch gewaltsame Zwischenfälle erschüttert.

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