Wie lebte Osama bin Laden ?

Ein weicher, kühler Wind streicht mit 8 Km/h über die stille, schlafende Stadt, 1256 m hoch, 50 km weit von Pakistans Millionen-Metropole Islamabad.

1 Uhr nachts. 15 Grad. Wolkenloser Himmel.

Im 3. Stock einer Mini-Festung (5,5 m hohe Mauern mit Stacheldraht) kniet der gefährlichste Mann der Welt auf einem Teppich und betet Richtung Mekka.

Terror-Monster Osama Bin Laden (54), im traditionellen afghanischen Gewand und Pluderhose, legt sich in das Bett zu seiner Hauptfrau.

Er wird noch 1 Stunde leben.

OSAMA WIRD AUS DEM ALL BEOBACHTET

Aus dem Weltall beobachten Satelliten das Anwesen – mit einer Auflösung, die Reifenspuren erkennt.

In 5000 m Höhe beobachten Hightechkameras einer Predator-Drone das staubige weiße Haus mit den wenigen Fenstern.

Im Weißen Haus in Washington sitzt US-Präsident Obama und blickt im „Situation-Room” auf einen HD-Flatscreen.

Ein Attentat wie im Kino.

4 Helikopter mit 79 Spezialagenten rotieren durch die Nacht (CIA & „Navy Seals”, Motto: „Der einzige leichte Tag war gestern.”).

Seit 10 Jahren wird Osama gesucht – die teuerste und intensivste Jagd der Menschheitsgeschichte: 50 Mio. Dollar Belohnung! 16 US-Geheimdienste mit einem Jahresbudget von 80 Milliarden Dollar!

US-Rambos durchkämmen Afghanistan mit Pferden, Motorrädern, Quads, Hummer-Jeeps, Helikoptern, Jets, Predator-Dronen, etc.

Sie bomben die Höhlen-Bunker von Tora Bora (Bergmassiv).

CIA-Agenten mit Alu-Koffern bestechen und belohnen Spione und Stammesfürsten (an 19 Personen wurden 48 Mio. Dollar gezahlt).

20-30 Mal weiß die CIA wo Osama sich aufhält – aber immer einen Tag oder einige Stunden zu spät.

Osama schläft jede Nacht an einem anderen Ort.

Bis er verschwindet.

LEBT OSAMA SEIT FÜNF JAHREN NEBEN EINER MILITÄRAKADEMIE?

Ein US-Sicherheitsberater: „Er versteckte sich vor unser aller Augen!”

Abbottabad (150 000 Menschen) ist eine Luft-Oase, die 500 m höher liegt als z. B. Kitzbühel.

Wer ankommt glaubt in der Toskana zu sein – oder in England: „Es ist der britischste Ort in ganz Pakistan!”

Spitzname: „Die Stadt der Schulen”.

Major James Abbott hat den Ort 1853 in der britischen Kolonialzeit gegründet. Einen Kilometer Luftlinie von Osamas Haus liegt die pakistanische Militär-Akademie.

Die Sprache: Hindko, Urdu oder Englisch.

Osama spricht arabisch und englisch.

Osama hat seine Festung nie verlassen – vielleicht in der Nacht in verdunkelten Toyotas oder Suzuki-Geländewagen.

Die Nachbarn wussten nur, dass in dem Haus Frauen und Kinder lebten und sehr gut bewacht wurden.

Der US-Geheimdienst fand die Spur durch die Beschattung des Lieblings-Kuriers von Osama bin Laden.

Sie beschatteten ihn 2 Jahre lang, bis er endlich durch das romantische Tal über eine staubige, aber saubere Straße zu einer Anhöhe fuhr, an deren Ende die Villa mit den kleinen Fenstern lag (2005 für eine Mio. gebaut).

Es hatte keinen Telefonanschluss! Keine Internetverbindung! Nur Satelliten-Antenne für TV-Empfang.

Wie lebte „Geronimo” (US-Code-Name für Osama bin Laden)?

Osama lebte wie ein Mönch, aber mit 4 Frauen.

Sein US-Code-Name: „Geronimo” („Der Gähnende” – ein Iegendärer Indiana-Häuptling).

Osama war schlaksig-dünn, aber überragte alle mit seinen 1,95 m plus Turban, obwohl er gebückt ging (Stock, Linkshänder, Kalaschnikow über die Schulter gehängt).

Er hatte eine Bibliothek (viele englische Bücher) und war stolz auf seine Sonnenblumen, die er selbst pflanzte.

Er betete 6 Mal am Tag gen Mekka (vorgeschrieben sind nur 5 Mal).

Er hatte sein Testament gemacht: „Bekämpft die Ungläubigen gemeinsam! Das ist oft der 1. Gedanke, mit dem ich morgens aufwache.”

Wie sah er zuletzt aus?

Der „Emir” alias „Prinz” wog ca. 72 Kilo, war hager, abgemagert. Sein Bart war angeblich gestutzt.

Es gibt ein FBI-Phantom-Fotos mit grauem kurzem Bart.

Seine Nieren funktionierten nicht mehr richtig. Er trank ständig Mineralwasser oder heißen, grünen Tee, die seinen kranken Körper durchspülten.

Er schrieb Gedichte. Er las seinen Kindern aus dem Koran vor (es gab keine Strohhalme im Haus, weil ihm das zu westlich war).

Aber es gab Computer – ohne Internetanschluss.

Schrieb er ein Buch? Sein Vermächtnis?

Die US-Agenten fanden Unterlagen, CDs und handschriftliche Notizen.

Osama hat sich gewehrt.

Eine Kugel aus einer Maschinenpistole schlug in seine Stirn über dem linken Auge. Eine andere Kugel zerfetzte sein Herz.

Auch sein Kurier – die wichtigste Verbindung zur Außenwelt und seinem al-Qaida-Vize Al-Sawahiri (59), ein Chirurg aus Kairo – wurde getötet.

Nach 45 Minuten verließen zwei doppelrotorige Chinook-Transporthubschrauber und ein Blackhawk-Helikopter die brennende Festung – mit Osamas Leiche.

Ein defekter Helikopter wurde zurückgelassen und gesprengt.

Die Explosion weckte die idyllische Stadt, die nicht wusste, dass der gefährlichste Mann der Welt in ihr lebte.

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