Wird ein Krieg vorbereitet? – Israel zieht Botschafter aus Jordanien ab

Der Angriff auf die Botschaft in Kairo vom vergangenen Freitag hat in Israel einen Schock hinterlassen. Und die Angst, anti-israelische Kräfte in anderen Ländern könnten ähnlich agieren – etwa im Nachbarland Jordanien. Der israelische Botschafter wurde deshalb vorübergehend abgezogen. Im Nahen Osten wird behauptet, daß Israel sich auf einen eventuellen Krieg vorbereiten würde und nacheinander alle Diplomaten aus dem Nahen Osten abziehen werde.

Im israelischen Außenministerium herrscht die Sorge, es könnte sich in der jordanischen Hauptstadt Amman wiederholen, was am Wochenende in Kairo geschah: ein Sturm der Massen auf die israelische Botschaft. Für heute  haben jordanische Israel-Kritiker zu einem sogenannten „Millionenmarsch“ auf die israelische Botschaft aufgerufen.

Auf  ihrer „Facebook“-Seite schreiben die Organisatoren, sie wollten „Zionisten aus Jordanien eliminieren“ und „Palästina befreien“. Ziel der Demonstration sei es, auf das Botschaftsgelände vorzudringen und die israelische Fahne zu verbrennen.

Sperrgebiet soll Botschaft schützen

Um die eigenen Mitarbeiter in Sicherheit zu bringen, rief das israelische Außenministerium den Botschafter in Amman, Daniel Nevo, und die meisten Botschaftsmitarbeiter nach Israel zurück. Das Wachpersonal und ein Diplomat blieben in der jordanischen Hauptstadt. Die Diplomaten verbringen jedes Wochenende in Israel.

In dieser Woche sind sie einen Tag früher als üblich aus Jordanien ausgereist, nämlich in der vergangenen Nacht. Nach Informationen des israelischen Rundfunks ist geplant, den Botschafter und das Personal zu Beginn der nächsten Woche nach Amman zurückzuschicken.

Der ehemalige israelische Botschafter in Jordanien, Schimon Schamir, warnte im israelischen Rundfunk vor Panik. Von seinem ersten Jahr an sei er in Jordanien Zeuge von Demonstrationen gewesen, die ihn zurückschicken und den Friedensvertrag unter die Lupe nehmen wollten. Doch es sei die Opposition gewesen, die den Friedensprozess abgelehnt und das auf jede mögliche Art und Weise ausgedrückt habe.

Sperrgebiet soll Botschaft schützen

Die Zeitung „Jedioth Achronoth“ berichtet, auch die jordanischen Behörden sorgten sich um die Sicherheit der israelischen Botschaft. Sie hätten eine Zone von 500 Metern im Umkreis des Gebäudes zum militärischen Sperrgebiet erklärt. Ex-Botschafter Schamir gibt Entwarnung. Er sei überzeugt, dass die Vorbereitungen der jordanischen Sicherheitskräfte sehr viel effektiver sein werden als in Kairo.

Ein Mitarbeiter des israelischen Außenministeriums erklärte, man befürchte, der jordanische König Abdullah und seine Truppen könnten die Lage möglicherweise nicht mehr kontrollieren. Im Außenministerium herrscht die Sorge, der König könnte den protestierenden Massen entgegenkommen – auf Kosten der Beziehungen zu Israel.

Tatsächlich gibt es auch auf Regierungsebene Irritationen im israelisch-jordanischen Verhältnis. Immer wieder fordern rechtsgerichtete israelische Politiker, Jordanien solle in einen palästinensischen Staat umfunktioniert werden – damit hätte Israel aus der Sicht dieser Rechts-Politiker sein Palästinenserprobem gelöst. König Abdullah hatte sich vor drei Tagen in einer Stellungnahme ausdrücklich gegen solche Pläne verwahrt.

Ein Gedanke zu „Wird ein Krieg vorbereitet? – Israel zieht Botschafter aus Jordanien ab

  • 15. September 2011 um 22:25
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    Die Juden bekommen langsam schiess. Kein Wunder wenn die ganze Welt gegen einen ist dann hat man halt keine Freunde. Das haben die viel zu spät erkannt. Jetzt gehts ab 🙂

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