Zwei Gegenspieler schnüren Hilfspaket

Der Iran plant zusammen mit der Türkei eine humanitäre Hilfsaktion für Syrien. Das gab Präsident Hassan Rohani bei einem Treffen mit dem türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan in Teheran bekannt.

„Humanitäre Hilfe beider Länder, besonders in der Winterzeit, könnte zumindest Teile der Probleme des syrischen Volks lösen“, sagte Rohani. Wie die Zusammenarbeit konkret umgesetzt werden soll, sagte er nicht. Erdogan erklärte nach Angaben des iranischen Präsidialamts die Bereitschaft seines Landes, gemeinsam mit dem Iran gegen islamistische Terrorgruppen in der Region vorzugehen.

Teheran unterstützt bisher Assad, Ankara die Opposition

Ob die Nachbarn ihre Differenzen über Syrien ausräumen konnten, ist vorerst unklar. Die Türkei unterstützt bislang die syrische Opposition. Der Iran ist dagegen einer der treuesten Verbündeten des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.

Bei der Syrien-Friedenskonferenz in Genf gibt es unterdessen eine minimale Annäherung zwischen den syrischen Bürgerkriegsparteien. Regierung und Opposition seien zwar noch immer weit auseinander, aber „das Eis bricht langsam“, sagte UN-Sondervermittler Lakhdar Brahimi. Die erste Verhandlungsrunde endet nach seinen Angaben definitiv am Freitag.

Durchbruch nicht in Sicht – aber ein Schimmer Hoffnung

Ein Durchbruch zur Beendigung des Bürgerkriegs sei nicht in Sicht, sagte Brahimi. Aber angesichts der äußerst komplizierten Lage im Bürgerkriegsland Syrien sei es bereits ein Erfolg, dass beide Seiten eine Woche nach dem Auftakt der Friedensverhandlungen immer noch miteinander sprechen. Die Genfer Gespräche sollen nach einer Auszeit im Februar fortgesetzt werden. Ein Datum für die zweite Runde steht noch nicht fest.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *