Geschrieben am 25. Mai 2011 von Redaktion abgelegt in der Kategorie Israel, Palästina,
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Abbas beharrt auf Anerkennung

Die Rede von Israels Premier Netanjahu vor dem US-Kongress stößt bei den Palästinensern auf Kritik. Deren Präsident Abbas wirdt dem Premier vor, noch vor Verhandlungen Bedingungen zu diktieren. US-Präsident Obama bekräftigt derweil seinen Plan eines palästinensischen Staates in den Grenzen von 1967.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat enttäuscht auf die Rede des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor dem US-Kongress reagiert. Netanjahu habe für den Frieden nichts Konkretes angeboten, kritisierte Abbas in einer Rede vor der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO). Der israelische Regierungschef diktiere Bedingungen noch vor dem Beginn von Friedensverhandlungen.

Netanjahu hatte sich vor den US-Politikern am Dienstag grundsätzlich zum Gebietsverzicht bereiterklärt, die von US-Präsident Barack Obama vorgeschlagene Nahost-Friedenslösung in den Grenzen vor dem Sechs-Tage-Krieg von 1967 aber erneut kategorisch abgelehnt. Abbas kündigte für das Wochenende Konsultationen mit arabischen Staaten über Obamas Friedensplan an.

Die Palästinenser setzten unverändert auf eine Verhandlungslösung mit Israel, sagte Abbas. Wenn sich aber bis zur UN-Vollversammlung im September nichts bewege, würden sich die Palästinenser darum bemühen, als 192. Staat in die Vereinten Nationen aufgenommen zu werden. Abbas‘ Vorhaben, sich ohne Verhandlungen mit Israel die staatliche Anerkennung zu sichern, wird sowohl von Netanjahu als auch von Obama abgelehnt.

1 Kommentar

  1. pollvote

    25. Mai 2011 @ 15:33

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