Geschrieben am 18. April 2013 von Redaktion abgelegt in der Kategorie Syrien, USA,
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Drohungen aus Syrien

USA schicken Soldaten zum Schutz nach Jordanien

Syriens Präsident Baschar al-Assad warnt, der Bürgerkrieg könne auch auf Jordanien übergreifen. Die USA haben bereits Soldaten in Jordanien, wollen nun aber Einheiten schicken, die auch Kampfeinsätze leiten könnten.
„Das Feuer wird nicht an unseren Grenzen Halt machen, die ganze Welt weiß, dass Jordanien ebenso schutzlos ist wie Syrien“, sagte Baschar al-Assad am Mittwoch im syrischen Staatsfernsehen. Assad wirft dem Nachbarland regelmäßig vor, gegen seine Truppen kämpfende Rebellen auszubilden. In dem Land lebt derzeit etwa eine halbe Million Flüchtlinge aus Syrien.

Der jordanische Informationsminister Mohammed Momani kündigte indes die Entsendung von 200 US-Soldaten nach Jordanien an. Sie sollten die jordanische Armee „angesichts der sich verschärfenden Lage in Syrien“ unterstützen, sagte er. Ob mit den Soldaten auch Kriegsgerät nach Jordanien verlegt werde, sei offen.

Verteidigungsminister Chuck Hagel sagte am Mittwoch vor dem Senat in Washington, ein Planungsstab des Heeres-Hauptquartiers werde dorthin entsandt. Aus US-Kreisen hieß es, dass die Zahl der Soldaten mit 200 zwar konstant bleiben dürfte, weil gleichzeitig andere Einheiten abgezogen würden. Das neue Team sei jedoch in der Lage, Kampfeinsätze zu leiten.

Hagel zeigte sich vor dem Senat zurückhaltend, was eine Intervention der USA in den seit mehr als zwei Jahren anhaltenden Bürgerkrieg angeht. Man müsse sich seiner Sache „verdammt sicher sein“, erklärte er. „Wenn man einmal ´reingegangen´ ist, kann man es nicht abwickeln. Man kann nicht einfach sagen, ´Nun, das läuft nicht so gut wie ich gedacht hätte, deswegen gehen wir wieder.´“ Hagel stattet der Region ab Samstag einen Besuch ab.

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